Auf dem Schluchtensteig im Schwarzwald

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Schwarzwaldfeeling

Schwarzwaldfeeling

Ich war mit 2 Freunden (Hannes & Christian) auf der Suchen nach einem schönen Wanderweg für das lange Pfingstwochenende. Wir hatten 3 Tage (Samstag bis Montag) Zeit und wollten nicht zu weit fahren. Ganz getreu dem Motto: „Warum in der Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nahe ist“. In den Alpen lag noch ein wenig Altschnee, also fällt diese Option leider aus. So kamen wir auf den Schwarzwald, der bei uns um die Ecke liegt. Ein paar Recherchen später stand fest, dass wir den Schluchtensteig von Stühlingen nach Aha (Schluchsee) laufen werden. Wir sollten von dem Weg nicht enttäuscht werden. Besonders die Vielzahl der Pflanzen hat es mir angetan. Eine Strecke von 60 km durch Schluchten, Täler und das was den Schwarzwald ausmacht – den Wald :-).

Tag 1: Samstag, 26.05.12, Wetter: sonnig
Stühlingen zur Buchberghütte (16 km)

Wir treffen uns um 11 Uhr in Stühlingen am Rewe Parkplatz um noch die letzten Einkäufe für die Tour vorzunehmen, Rucksack fertig packen und ein Auto am Tourenende am Schluchsee abzustellen. Wir entscheiden uns auch auf Grund der sonnigen Wettervorhersage, das Tarp im Auto zu lassen. Ganz zu meiner Freude, da ich den leichteren Golite Ion statt dem OR Drycomp Summit Sack  Rucksack verwenden kann. Immer diese Grammfuchser :-)!

Gegen 14.15 Uhr starten wir im Ortskern von Stühlingen. Das Wetter ist genial und nicht zu heiß zum Laufen. Der Weg führt uns schnell aus dem Ort und wir folgen einem Waldweg am Sportplatz vorbei. Zu unsere rechten Seite taucht der Fluss Wutach auf, dem die nächsten zwei Tage folgen werden. Der Weg wird schmaler und wir laufen dem Flussverlauf an der deutsch-schweizerischen Grenze entlang. Nach ca. 4 km kommen wir in die Ortschaft Weizen. Man könnte bei dem Namen denken hier wird ordentliche Braukunst fabriziert. Jedoch trohnt das rießen Gebäudekomplex der Firma Sto vor uns auf. Schnell raus hier, so haben wir uns das landschaftlich nicht vorgestellt :-).

Tolle Wanderwege

Tolle Wanderwege

Schneller als gedacht hat uns der wahre Schwarzwald wieder auf seinen kleinen Wanderwegen durch ein Waldgebiet. Vom Bahnhof Weizen’s geht es ein paar Höhenmeter nach oben und der Weg verläuft auf schönen Wegen durch den schattenspenden Wald dem Hang entlang. Voll im Naturfieber verlassen wir nach einer halben Stunde den Wald für einen kurzen Moment und stoßen auf eine Straßenkneipe, die mit einer Apfelsaftschorle auf uns wartet. Das tut gut, da die Sonne über den Mittag ordentlich vom Himmel sticht.
Auch wenn uns die Erfrischung gefällt, ein paar Schritte liegen noch vor uns. Der Weg an und für sich macht das Wandern aber fast zum Kinderspiel. Wir erfreuen uns an der schönen Landschaft und genießen die Ruhe. Auf dem kommenden Abschnitt bis zur Buchberghütte sind uns kaum Leute begegnet. Vom Kiosk aus geht es wieder in den Wald auf schmalen Pfaden. Erst runter über eine Brücke zur Wutach um gleich anschließend im Gegenhang wieder Höhenmeter zu schrubben. Hier steht ein beeindruckendes Viadukt, dass immer noch von der „Sauschwänzlebahn“ befahren wird. Eine Dampflokomotive, die die Touris durch das schöne Tal fährt. Erst mal auf der Höhe angekommen führt der Weg am Hang entlang. Wir laufen an Steinmännchen, kleinen Bächen und saftigem Grün vorbei. Besonders der Farn hat es mir angetan.

Einsame Wege

Einsame Wege

Meine absolute Lieblingspflanze :-). Einige Aussichtpunkte geben Fernsicht auf den restlichen Schwarzwald und das Wutachtal. Nach ca. 3 km laufen wir wieder ins Frei zu einem Parkplatz mit Grillstelle. Die Stelle liegt an einer wenig befahrenen Landstraße. Grundsätzlich könnte man hier zelten oder biwakieren, wenn man nicht mehr bis zum Buchberg laufen möchte. Wir aber wollen noch auffi zur Buchberghütte, denn sie soll absolut für den kommenden Aufstieg entschädigen. Über Feldwege steigen wir langsam auf, durch eine kleine Senke und stehen vor dem Waldrand Richtung Buchberg. Ein letzte Blick über die Wiesen- und die schönen Grashänge bevor wir uns einen kurzen, aber knackigen Anstieg in den Wald widmen. Da kommt die Pumpe vor dem Wanderfeierabend nochmal ordentlich in Fahrt. Der Rest zur Hütte geht nur noch leicht ansteigen durch den Wald. Der Duft von Bärlauch liegt in der Luft da um uns herum außer Bäumen und Bärlauch nichts anderes wächst. Da bekommen wir doch glatt Hunger :-).

Feierabend an der Buchberghütte

Feierabend an der Buchberghütte

An der Hütte angekommen wartet eine Grillstelle mit einer genialen Schutzhütte auf uns. Das hätte uns ja schon gereicht, aber die Aussicht von hier ist genial. In eine Richtung der Feldberg, in die andere den Überblick über die heutige Etappe und in unserer Vorstellung die Schweizer Alpen am Horizont, die wegen des Dunstes nicht erkennbar sind. Wir sind noch alleine hier oben und breiten uns auf den Bänken aus. Ein paar Minuten später trudelt noch eine 8-köpfige Studententruppe ein, die hier den Querweg laufen. Ganz gesellig! Allerdings bin ich persönlich immer wieder erstaunt, was die Leut doch immer für Sachen mit sich rum schleppen, wenn sie ein paar Tage unterwegs sind. Im Gegenteil findet die Truppe meinen kleinen Rucksack etwas befremdlich und fragt: Wo ist der Schlafsack? Eine Isomatte hast Du aber nicht dabei? Und was machst Du wenn es regnet? Ich erläutere dann: Der Schlafsack ist ein Daunenschlafsack, die Isomatte eine ThermaRest NeoAir Xlite  und bei Regen hab ich die Marmot Super Mica. Und Essen hab ich natürlich auch dabei :-).

So verbringen wir den Abend noch an der Grillstelle und es gibt leckeres Grillgut, damit wir für den 2. Wandertag durch die Wutachschlucht gestärkt sind.

 

Tag 2: Sonntag, 27.05.12, Wetter: sonnig
Buchberghütte bis zur Wutach (Rötenbacheinmündung) (25 km)

Die Wutach

Die Wutach

Für heute haben wir die Königsetappe und dementsprechend sind wir früh munter und fit. Wir lassen uns es aber nicht nehmen, dass Grillfeuer nochmal in die Gänge zu bringen und eine Frühstücks-„Rote“ zu grillen. Wir verabschieden uns noch von der anderen Gruppe, die heute weiter auf dem Querweg laufen will. Auf Empfehlung einiger Reiseberichte im Internet planen wir Blumberg rechts liegen zu lassen und eine kleine Abkürzung zu nehmen. Blumberg sieht auch in der Tat nicht so aus, als müsste man unbedingt durch gelaufen sein :-). Die vermeidliche Abkürzung bringt uns letztlich schon dort hin wo wir wieder auf den offiziellen Schluchtensteig einbiegen wollen. Jedoch nur mit ein paar Querfeldeinmetern mit ordentlichem Höhenmeterverlust durch den Wald. Den geplanten Abkürzungsweg auf der Karte haben wir leider nicht gefunden.
Unten im Tal angekommen laufen wir nach Achdorf ein. Hier läd am Ortsrand gleich ein Haus zur SB-Tankstelle für Wanderer ein. Tolle Idee! Es gibt Wasser, Käse, Joghurt und etwas Süßes gegen eine Spende zum mitnehmen. Da sagen wir nicht „Nein“ und bedienen uns am Mineralwasser um die Vorräte aufzufühlen. Bereits hier merken wir schon, dass es nicht mehr weit bis zu Wutachschlucht sein. Mit jedem Meter entlang der Wutach stoßen wir auf mehr Wanderer, die sich mit uns den Schluchtweg teilen werden :-).

Kleiner Wasserfall

Kleiner Wasserfall

Erst geht es weiter nach Aselfingen und an dessen Ortausgang links weg über eine Brücke. Ab hier schwimmen wir erst mal über schöne Waldweg, mal breiter mal schmaler, mit der ganzen Touristenmaße bis zur 3 km entfernten Wutachmühle mit. Hier heißt es nochmal auftanken, da sich die Sonne langsam meldet und ordentlich Wärme mit sich bringt. Wir folgen weiter dem Schwarm von Menschen, denn ab hier beginnt die offizielle Schlucht. Trotz des regen Verkehrs auf dem Weg und dem ein oder anderen Stau unter Wanderern, gefällt es uns jetzt schon. Die Schlucht bietet auf ihren 12 km bis zur Schattenmühle tolle Aussichtspunkte, schöne Pflanzen und einen wunderbarer Wegverlauf. Mal oberhalb und mal direkt an der Wutach vorbeiführend. So suchen wir uns nach ein paar Kilometern ein Plätzchen am Flussverlauf zum pausieren. Ich erfrische meine Füße ein wenig im Wasser und Hannes & Christian lassen es sich in der Sonne gut gehen. Anschließend gibt es ein Vesper und eine Siesta zur Erholung. Wir haben es ja wirklich nicht eilig und können uns Zeit lassen.
Weiter verläuft der Weg an der Schurhammerhütte, Felsengalerie, kleinen Wasserfällen und kleinen Nebenbächen vorbei. Der Weg ist wunderschön angelegt und so laufen die Füße schon fast von alleine bis zur Schattenmühle. Hier machen wir noch einen kleinen Stop um eine letzte Stärkung in Form von Wasser, Apfelsaftschorle und wie könnte es anders im Schwarzwald sein, eine Schwarzwälder Kirschtorte. Eine vorbei laufende Wanderin ist jedoch scheinbar so erstaunt darüber, dass wir im Schwarzwald eine Kirschtorte essen, dass sie uns anspricht: „Was ihr esst eine Schwarzwälder Kirschtorte?“. Wir sind einfach nur etwas verwundert, weil es eigentlich nichts ungewöhnliches sein dürfte, dass man hier diese Torte dieser Art ist :-). Any way, weiter geht es auf die letzten 5,5 km zur Rötenbacheinmündung.

Tolle Pflanzenwelt

Tolle Pflanzenwelt

Unser bisheriger Bummelmarsch hat doch ein wenig Zeit in Anspruch. Hinter der Schattenmühle geht es erstmal ein kurzes Stück steil nach oben. Ab hier wird der Weg auch ruhiger und wir treffen nur noch vereinzelt Wanderer. Schön, wenn man den Weg für sich hat. Der Weg führt größenteils auf schmalen Wegen durch den Wald. Wir erreichen nach ca. 4 km die Ruine Stahlegg, die auch was her macht. Wir überlegen kurz hier zu biwakieren. Aber für den Abend brauchen wir eine Grillstelle, die hier nicht vorhanden ist. Und wir wollen auch kein inoffizielles Feuer machen. Dem schönen Platz und der Natur zu liebe.

Wir laufen weiter auf einsamen Pfaden unserem Ziel entgegen. Es dürfte nicht mehr weit sein! Wir passieren noch das Kraftwerk von Stallegg und dahinter hören wir nur noch unsere Schritte auf dem Boden. Bis hierher hat die Wutach ein plätscherndes Grundrauschen von sich gegeben. Das Kraftwerk staut hier das Wasser ganz ordentlich auf und es ist ein schmaler Stausee in der Schlucht entstanden. Doch nach einem Kilometer plätschert die Wutach schon wieder und wir erreichen unseren heutigen Schlafplatz an der Rötenbacheinmündung. Eine Truppe junger Wanderer folgt uns, aber überlegen es sich doch anders und sie traben davon. So abschreckend wirken wir doch hoffentlich nicht :-)? Der Platz ist großflächig und hat eine Grillstelle mit Bänken. Wir machen es uns schnell gemütlich und es gibt eine Katzenwäsche im Rötenbach. Jetzt erstmal was zum Futtern. Bei Hannes steht eine „Rote“ auf der Speisekarte und ich bereite für uns Drei mit dem Jetboil Sol ti das Wasser für unsere verschiedenen Travellunchgerichte vor. Christian will das gefriergetrocknete Zeugs nochmal auf die Geschmacksprobe stellen, bevor  wir zusammen im Juni auf den GR20 nach Korsika gehen. Es wird einstimmig für gut befunden, wenn man weiss welche Gerichte was taugen :-). Absoluter Favorit ist der Kartoffel-Lauch-Topf mit Schinken.

Wärmendes Lagerfeuer

Wärmendes Lagerfeuer

Es ist noch nicht zu spät und hell genug eine kurze Joggingeinlage zur Hütte überhalb der Schlucht zu machen. Da hätte ich mir die Katzenwäsche grad sparen können :-)! Auf der Karte ist eine Schutzhütte eingezeichnet, die ich mir noch ansehen will. Die Jungs halten in der Zwischenzeit das Feuer bei Laune. Nach 2 km bergauf aus der Schlucht heraus, öffnet sich das Gelände und ich finde die Hütte schnell. Ein toller Platz, wenn man nicht unten übernachten will. Es gibt eine tollen Grillstelle mit Schwenkrost und die Behausung lässt keine Wünsche offen. Prädikat: „wertvoller Übernachtungsplatz“. Nur scheinen mir ein paar Moskitos unterwegs zu sein. Ich jogge wieder abwärts zu den Jungs und wir machen unser Isomatten und Schlafsäcke fertig. Hannes legt sich bald aufs Ohr und Christian & ich starren noch eine Weile in das Grillfeuer und kuscheln uns anschließend auch in unsere Daunentüten. Gute Nacht bis morgen!

Einen kleinen Hinweis will ich noch loswerden: Abends scheint die Bergwacht hier eine Kontrolltour durch die Schlucht zu machen, ob niemand mehr in der Schlucht ist. Eigentlich ist das nächtigen in der kompletten Schlucht verboten, wie überall in Deutschland :-). Die Bergwachttruppe ist auch zweimal bei uns vorbei gekommen, hat aber nichts gesagt. Sie waren ausgestattet mit Seilen und anderen Utensilien und der Kontrollgang galt eher der Sicherheit zu sein. Ein löblicher Service *daumenhoch*.

Tag 3: Montag, 28.05.12, Wetter: sonnig und bewölkt
Wutach (Rötenbacheinmündung) nach Aha (15 km)

Starterfoto zur Etappe 3

Starterfoto zur Etappe 3

Wir sind gegen 8 Uhr wieder auf den Beinen. Hannes genießt noch ein wenig die Wärme des Schlafsacks. Ich habe diesmal den Sterilen Adventure Opti dabei um das Wasser mit UV Strahlen zu filtern. Hier gibt es bestimmt irgendwann noch einen kleinen Testbericht drüber. Erste Statusmeldung: Das Wasser ist mir wohlbekommen :-). Wir beschließen erstmal ein paar Meter zu laufen und an einem anderen Platz zu frühstücken, wo die Sonne hinscheint. Mach ich zwar eher selten, aber ich könnte mich dran gewöhnen morgens erstmal ein paar Meter zu laufen und anschließend zu frühstücken. Der folgende Abschnitte verdrängt das Hungergefühl sehr schnell. Wir haben die Pfade entlang der Wutach für uns komplett allein und genießen die Morgenstimmung. Ich mache alle 10 m ein Bild, weil die Flora so wunderschön mit ihrem frischen Grün fotogen im Sonnenlicht steht.
Nach 2 km treffen wir auf die Wutachentstehung. Hier wird die Gutach und die Haslach zur Wutach. Die Sonne steht günstig auf eine Bank gerichtet und wir gönnen uns hier das Frühstück. Fantastico!  Nichts los, nur wir, das Rauschen der Bäche und diese Landschaft. Mir persönlich wurde auf dem Weg mal wieder klar, was für schöne Wandergebiete wir hier in Deutschland haben. Da tut es absolut nicht Not um die halbe Welt zu reisen um etwas anderes zu sehen. Und trotzdem mach ich das natürlich auch gerne :-), da es wo anders auch sehr schön und anders sein kann. Für einen Wochenendtrip bietet sich der Schluchtensteig für uns Schwaben aber an. Frisch gestärkt geht es weiter in einem Auf und Ab mit netten Aussichtspunkten durch die Haslachschlucht bis ins 4 km entfernte Lenzkirch. Hier füllen Hannes & Christian noch in einem Restaurant ihre Getränkevorräte auf und wir sind schnell wieder aus dem Örtchen im nächsten Anstieg.

Ab hier wird der Schluchtensteig grundsätzlich anspruchsvoller und das bis zum Ende nach Wehr. Nur als Info, wer den kompletten Schluchtensteig laufen will. Das Höhenprofil zeigt auf der Karte einige Wellen :-).

Schwarzwaldfeeling

Schwarzwaldfeeling

Vorbei an einem Geopark mit Aussichtspunkt mit einer einfachen Schutzhütte (Biwakieren möglich) folgen wir auf breiten Wald- und Feldwegen bergauf dem Weg bis nach Schwende. Hier wartet nochmal eine SB Wandertankstelle mit Getränken, Trinkjoghurt, frischer Milch und Käse. Wir können diesmal widerstehen. Ab hier wird es 1 km recht steil bis zu einer Schutzhütte mit Grillstelle. Wir schmeißen noch einen kleinen Snäck ein und laufen runter nach Fischbach. Hier gibt es nicht viel zu sehen und wir nehmen uns gleich die letzte Steigung für diese Tour zur Brust. Es geht auf breiten wegen zum Bildstein hoch. Leider verzieht sich die Sonne pünktlich hinter die Wolken, als wir oben an dem Aussichtspunkt ankommen. Schö isch es trotzdem. In Richtung Süden der Schluchsee und in nordwestlicher Richtung thront der Wächter von Baden Württemberg – der Feldberg. Ein paar Schneeflecken sind noch zu erkennen, da es die Woche zuvor in den hohen Lagen des Schwarzwalds nochmal 10 cm Neuschnee gegeben hat.
Wir nähern uns dem Ende der Tour, aber wir schauen mit Freude auf die letzten 3 Tage zurück. Für diesen Abschnitt können wir eine absolute Empfehlung aussprechen. Am besten ist es natürlich unter der Woche besonders die Wutachschlucht zu durchqueren und nicht in den Ferien. Dann dürfte dieser Abschnitt viel ruhiger sein. Ab hier geht es nur noch nach unten bis nach Aha, wo wir unser Auto am Bahnhof abgestellt haben. Wir wetten vorher noch, ob wir einen Strafzettel bekommen haben, da wir keine Parkgebühr bezahlt haben. Mal ganz ehrlich, wenn man 1€ pro angefangene Stunde zahlen soll und kein Mehrtagesbuchung möglich ist, dann lässt man es halt und probiert sein Glück. Da hört auch unsere soziale Ader auf :-). Der Mut wird belohnt, es gibt kein Knöllchen.

Blick auf den Schluchsee

Blick auf den Schluchsee

Was jetzt zum Abschluss noch sein muss, ist ein Bad im See. Die Sonne kommt passend dazu nochmal raus. Aus dem Baden wird zwar nur eine Katzenwäsche, da das Ufer nicht sehr einladen aussieht. Alles voll mit Algen! Trotzdem gibt es ein Gefühl der Frische bevor wir zurück nach Stühlingen zum 2. Auto fahren und dort in einem Restaurant die Tour ausklingen lassen. Evtl. kommen wir nochmal hier her um die letzten 60 km abzulaufen. Jedoch soll der hinter uns liegende Teil der Schönste der 118 km Strecke sein.

 

Infos zum Schluchtensteig

  • Kartenmaterial

Eine absolut geniale Karte zur Planung und für die Tour selbst ist die eingeschweiste Klappkarte. Klein kompakt und mit dem Maßstab völlig ausreichend. Nur die ganze Werbung auf den einzelnen Blättern ist etwas nervig.

  • schöne Biwakplätze
  1. Bühl (nordwestlich von Fützen, Aussichtspunkt mit Schutzhütte und Grillstelle)
  2. Buchberghütte (toller Zustand mit Grillstelle und Aussichtspunkt)
  3. Stahlegg (keine Grillstelle, aber ein sehr schöner Platz)
  4. Rötenbacheinmündung in die Wutach (mit Grillstelle)Ruine
  5. Geopark Lenzkirch (nah an Lenzkirch, aber schön mit Schutzhütte)
  6. Schutzhütte zwischen Schwende und Fischbach (viel Platz mit Grillstelle, aber keinen Ausblick)
  • Öffentliche Verkehrsmittel

Es gibt zwar öffentlich Verkehrsmittel, die einen aber leider nur von Etappe zu Etappe bringen. Wir hatten z.B. nicht die Möglichkeit vom Schluchsee direkt nach Stühlingen zurück zufahren. Wir hätten hier 3 oder 4 umsteigen müssen, weil der Bus immer nur von einer zur nächsten Etappe fährt. So hätte dies für uns 3 Stunden Busfahrt für 34 km bedeutet. Für Tageswanderer ist es aber perfekt, da sie eine Etappe laufen können und gegen späten mittag mit dem Bus zurück zum Autofahren können. Weitere Infos gibt es auf der Seite Schluchtensteig Infoseite.

  • Ausschilderung:

Der Weg auf unserem Wegeabschnitt ist sehr gut ausgeschildert. Nur selten haben wir einen Blick in die Karte werfen müssen. Nur die Km-Angaben auf den Schildern sind manchmal etwas eigen :-).

Schöne Pflanze am Wegesrand

Schöne Pflanze am Wegesrand

Kurz vor Weizen

Kurz vor Weizen

Klee

KleeViadukt über die Wutach

Auf dem Weg zum Buchberg

Auf dem Weg zum Buchberg

Blühender Wegverlauf

Blühender Wegverlauf

Farne

Farne

 

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