Die richtigen Leichtwanderschuhe

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Die richtigen Schuhe?

Die richtigen Schuhe?

Wer Spaß und Freude am Leichtwandern für sich gefundet hat, sollte das Thema „Wanderschuhe“ nicht außen vor lassen. In der Gewohnheit des Laufens sind wir uns oft nicht bewusst, was unsere Füsse & Beine alles für uns machen. Ohne sie wäre unsere Unabhängigkeit stark eingeschränkt. Wir sind immer erstaunt darüber was man zu Fuss zurück legen kann. Wir behaupten, dass neben dem Rucksack, Schlafsack, Zelt und der Isomatte, die Schuhe der wichtigste Ausrüstungs- gegenstand ist. Die Schuhe geben uns Sicherheit, unterstützten unseren Bewegungsablauf, bewahren uns vor Blasen, halten warm und lösen andere Fussprobleme. Hier wollen wir uns den Schuh einmal genauer annehmen und blicken ein wenig über den Tellerrand. Bitte entschuldigt, wenn wir zu theoretisch werden :-).

Warum ein Leichtwanderschuh?

Wir machen auf einer Strecke von 10 km durchschnittlich 15000 Schritte. Nehmen wir nun einen Wanderschuh mit einem Gewichtsunterschied von 500 gr./ pro Schuh, bedeutet das ein zusätzliches Hubgewicht von 7500 kg. Wie hoch wir das Gewicht heben müssen gibt die Hubhöhe vor, die mit dem Gelände schwankt. Allein an diesem Bespiel zeigt sich der größte Vorteil von Leichtwanderschuhen. Wir sparen dadurch Energie und Kraft, die es uns ermöglicht, entspannt auch längere Strecken zurück zu legen, als mit den klassischen Wanderschuhen. Jedoch ist unser Ansicht nach ein „spontaner“ Umstieg von den klassischen Schuhen auf das Leichtmodell nicht zu empfehlen. Auch hier sollte man sich langsam rantasten. Die Wahl des Schuhes hängt von dem Rucksackgewicht ab, dass wir mit uns rumtragen. Es macht keinen Sinn, einen 30 kg Rucksack zu buckeln und mit Halbschuhen in die Berge zu gehen. Das führt zwangsläufig zu Beschwerden, da unsere Fussgelenke nicht dafür ausgelegt sind, solche Lasten dauerhaft zu halten. Daran sieht man, dass das Zusammenspiel beim Leichtwandern wichtig ist.

Wer einen leichten Rucksack mit sich trägt wird schnell merken, dass knöchelhohe Schuhe zu viel des Guten sind und man kann sich an den Halbschuhen versuchen, da die Belastung auf die Gelenke geringer ist. Auf einer der ersten Tour mit Halbschuhen hatten wir ein Rucksackgewicht von 8 kg beimsamen und waren für 4 Tagen in den Bergen unterwegs. Der Unterschied in Kombination mit dem leichteren Gepäck zeigt schnell, wie umfassend der Vorteil ist. Man fühlt sich nicht so erdrückt vom Rucksackgewicht und vertraut auf seine Füsse und Schuhe ohne stützenden Schaft. Als hilfreich erweisen sich auch Wanderstöcke, die zusätzlich den Druck von den Füssen nehmen, da ein Großteil der Energie über die Arme abgefangen werden kann. Besonders wenn es den Berg ab geht.

Braucht man trockene Füsse?

Eine Fragestellung über die man durchaus einen eigenen Blogbeitrag verfassen könnte, da diese nicht pauschal beantwortet werden kann. Die Grundfrage vor der jeder steht ist, ob ich es für mich persönlich vorstellen kann mit nassen Schuhen und Socken längere Strecken laufen zu können. Die Einen mögen das Gefühl von nassen Socken gar nicht, die Anderen laufen damit Kilometer um Kilometer ohne sich daran zu stören. Hier kann man zwischen zwei Möglichkeiten für den persönlichen Geschmack unterscheiden: Schuhe mit wasserabweisenden Membran, der unsere Fuss auch z.B. bei Regen langfristig trocken hält oder Schuhe, die keinen Membran enthalten und man beim ersten Wassertropfen feuchte Füsse bekommt. Beide System haben ihre Vor- und Nachteile:

Membranschuhe

Inov8 Roclite 318 GTX

Inov8 Roclite 318 GTX

Wer es trocken liebt, der wird hier nicht drum rum kommen. Oft verarbeiten Hersteller bei dieser Variante einen atmungsaktiven und dennoch wasserabweisenden Membran, der von beiden Seiten durch entsprechende Materialien geschützt wird. Trotz aller Technologie wird ein Membran nie die Atmungsaktivität gegenüber dem Konkurrenten ohne Membran erreichen. Hier schwitz man schneller und durch die zusätzlichen Materialien wird das Schuhwerk schwerer. Unverzichtbar wird ein solches Modell zwangsläufig bei kälteren Temperaturen um den Gefrierpunkt. Da wir unsere Füsse vor eintrehtender Nässe schützen können, kommt es weniger zu kalten Füssen oder im schlimmsten Fall zu Erfrierungen. Für uns hat sich hier der Inov8 Roclite 318 GTX als unverzichtbarer Begleiter heraus gestellt. Ein Mesh-Material sorgt für bestmögliche Atmungsaktivität und schützt zu gleich den Membran von Außen. Kein Schuh auf dem Markt bietet mit seinem Sohlenprofil so guten Halt bei unterschiedlichsten Verhältnissen.

Schuhe ohne Membran

Golite Sun Dragon

Golite Sun Dragon

Hier verwenden wir persönlich den Salomon Tech Amphibian oder den Golite Sun Dragon. Ist man es gewohnt, ist bei warmen Temperaturen nichts gegen Schuhe ohne Wasserschutz einzuwenden. Diese Variante ermöglicht uns ein besseres Fussklima, da weniger Material verabeitet werden muss. Besonders die Meshmaterialien sind hier geeignet. Wird der Fuss bei einem Regenschauer oder der Bachdurchquerung einmal komplett nass, wird er schneller trocknen als jeder andere Schuh. Und etwas kühlendes Wasser am Fuss kann auch nicht schaden. Wer jedoch bei aufgeweichten Füssen dazu neigt schnell Blasen zu bekommen, sollte auf den Membranschuh setzen.

Die hohen Wanderschuhe aus dem Rennen?

Definitiv nicht! Der Markt gibt auch heute sehr gute Leichtwanderschuhe her, die einen hohen Schaft verarbeitet haben und trotzdem leicht sind. Einige Leichtwanderer verwenden den hohen Schuh um mehr Sicherheit zu haben. Er stützt unser Fussgelenk zusätzlich, verzeiht einen Stolperer und man kann auch mal mit dem Knöchel an einem Stein vorbeischrammen ohne einen Kratzer davon zu tragen. Der Halbschuh benötigt auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit beim Laufen als der große Bruder. Was aber auch wieder schön ist, da man beim Laufen mehr Dinge am Wegesrand wahrnimmt.

Fazit

Für uns ein tolles Thema über das wir seitenweise schreiben könnten. Es zeigt uns, welche wichtigen Aufgaben unsere Schuhe beim Wandern im Kreislauf der Ausrüstung sind um ein optimales Ergebnis zu erreichen. Jedes Gramm mehr an unseren Schuhen erhöht den Energieverbrauch erheblich. Das Rechenbeispiel zeigt dies am Besten. Wer sich an leichtere Schuhe heran getastet hat, wird die Vorzüge dieser Fortbewegung merken.

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