Gestestet – Marmot Plasma 15

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Marmot Plasma 15

Marmot Plasma 15

Es gibt ein neues Schmuckstück in Sachen Schlafsack, dass wir unter die Lupe genommen haben. Leider werden wir nie in den Genuss kommen, das feine Teil in der Praxis zu testen. Der einfach Grund ist: das Hannes’s Freundin, Eigentümerin des neuen Marmot Plasma 15 ist. Sie hat sich aber bereit erklärt ein paar Erfahrungen mit uns auszutauschen :-).
Marmot schielt mit der neuen Plasma-Serie, bestehend aus dem Plasma 30 (Komfort bis -1 C°) und Plasma 15 (bis -9 C°), auf die Konkurrenz aus dem Hause Western Mountaineering, Yeti & Co. und vergrößert das eigene Sortiment. Die zwei Daunentüten warten mit einigen Besonderheit, bei dem Leichtwanderer feuchte Hände bekommen sollten. Wir werden hier auf den Plasma 15 eingehen, der gleich konzipiert ist wie die 30-er Version ist.

Hersteller:
Marmot
Modelname:
Plasma 15
Lieferumfang:
Daunenschlafsack, Aufbewahrungsbeutel, Kompressionssack (Packmaß: 35 x 18cm)
Komfortbereich:
bis -9 C°
Link zum Hersteller:
www.marmot.com
Füllung:
Daunen 900 cuin
Kammersystem:
Längskammern (FlowGate)
Verschluss:
Zweiwegereissverschluss (nur in Links-zip)
Außenmaterial:
10 Denier Pertex Quantum mit DWR-Finish
Innenmaterial:
Nylon Micro Ripstop
Packmaße (B x H in cm):
35 x 18 cm
Gewicht:
885 gr.

Bewertung

Verarbeitung:
5 von 5 Federn
Komfort:
5 von 5 Federn
Preis:
4 von 5 Federn
Bedienung:
5 von 5 Federn
Durchschnittsbewertung:
4 von 5 Federn

Ausgepackt – der erste Eindruck

Gut zu erkennen - FlowGate Kammern

Gut zu erkennen - FlowGate Kammern

Die Daunentüte wird vom Hersteller in einem Aufbewahrungssack geliefert und fühlt sich auch hier drin wohl, wenn er mal nicht im Einsatz sein dürfte. Für die Touren gibt es einen Packsack mit der Größe von 35 x 18cm Lieferumfang.
Welche Erwartungen haben wir an einen Schlafsack der ein paar ordentliche Scheinchen kostet: saubere Verarbeitung, super Daunenqualität und das der Hersteller nicht zu viel versprochen hat. Ich denke wir können vorweg nehmen, dass alle Erwartungen erfüllt werden.
Auf den ersten Blick ist die Qualität tadellos, die Daunen sorgen für ordentlich Loft in den längs angeordneten Kammern und die Herstellerversprechen wird Conny (Hannes Freundin) noch ausgiebig in der Praxis testen. Dem Grinsen in ihrem Gesicht entnehmen wir aber, dass auch hier keine Bedenken bestehen, als sie vor uns in die Daunentüte schlüpft. Ob es an den 900er Daunen liegt? Marmot ist hier einer der wenigen Hersteller, der die Plasma-Serie mit der aktuell besten Daunenqualität auf dem Markt befüllt.
Das Pertex Material fühlt sich wie immer dünn an und man fragt sich mal wieder, wie um Himmelswille hält so etwas. Aber aus eigener Erfahrung braucht man sich hierum nicht zu sorgen. Der Schnitt ist körperbetont und fällt nach unten hin schmaler aus. Eher nichts für die Freunde des Komfortschlafens :-). Ein weiteres Highlight nennt Marmot FlowGate, dass die Anordnung der Daunenkammern in Längsrichtung beschreibt. Viele Hersteller ordnen die Kammern quer an. Marmot will mit dem System die Wärmeleistung erhöhen ohne dabei an Gewicht zu zulegen. Ein weiterer Vorteil: Die Daunen können in der Kammer dort hin geschüttelt werden, wo diese am meisten gebraucht werden. Der Zweiwegereissverschluss läuft sauber seine Bahnen. Schade ist nur, dass für die Pärchen unter uns kein rechts-zip hergestellt wird um zu koppeln.

Auf Tour getestet

Verschluss am Kopfbereich

Verschluss am Kopfbereich

Auf der ersten Tour mit dem Schlafsack hat es uns ins Tannheimer Tal verschlagen, wo Temperaturen um die 5 C° auf uns warteten. Wie das mit dem Komfortbereich bei den Schlafsäcken so ist, ist das Empfinden der Wärme von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Daher werden wir hier auch weniger drauf eingehen. Conny ist eher weniger verfroren und sollte mit dem Komfortbereich um die -9 C° einschließlich Inlett keine Probleme haben.
Nach der ersten Nacht in den Bergen bei den angegebenen Temperaturen ist sie sehr zufrieden. Es schläft sich bequem im Loft der Daunen. Die Kapuze verschließt den Kopf sehr gut und alles was es zum Verstellen gibt, ist vom Schlafsackinneren zu erreichen. Bei kälteren Temperaturen kann man noch den Wärmekragen zuziehen und die Temperaturen unter 0 C° können kommen. Sollte es hier News aus der Praxis mit dem Schlafsack geben, seit ihr die Ersten die es erfahren :-).

Fazit

Mit dem Plasma 15 ist Marmot ein toller Schlafsack gelungen auf den man sich verlassen kann. Der Langzeittest wird zeigen ob die Begeisterung bestehen bleibt. Dank der 900er Daunen wird das System natürlich nicht gerade billig und selbst Western Mountaineering Schlafsäcke sind hier noch billiger und bieten unserer Meinung nach die gleiche Qualität. Also lasst uns einfach den Preis ausblenden und erfreuen wir uns an einer tollen Daunentüte. Irgendwie sind wir doch alle ein wenig verrückt nach den neuesten Sachen auf dem Markt, obwohl der Keller schon voll mit Ausrüstung gestapelt ist ;-).

Harte Fakten des Plasma

Harte Fakten des Plasma

Leichter YKK-Zweiwegeverschluss

Leichter YKK-Zweiwegeverschluss

Ordentliches Packmaß

Ordentliches Packmaß

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