Outdoor Research DryComp Summit Sack – Getestet

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Outdoor Research Drycomp Summit Sack

Outdoor Research Drycomp Summit Sack

Wir wollen heute mal einen eher unbekannten Rucksack vorstellen, den wir uns vor ein paar Monaten zugelegt haben. Ursprünglich ist der DryComp Summit Sack als Kletterrucksack für den Materialtransport gedacht. Der Sack ist jedoch auch fürs Leichtwandern bestens geeignet und kompletiert mit den 36 Liter Volumen unseren Rucksackbestand zwischen dem Golite Pinnacle und dem Golite Ion. Wir hatten schon einige Gelegenheiten den Sack auf Tour zu testen und wollen hier mal unsere Erfahrung weitergeben.

Hersteller:
Outdoor Research
Modelname:
DryComp Summit Sack
Material:
Polyamid mit Hydrosealimprägnierung
Volumen (in Liter):
36 Liter
Empf. Tragewicht (in kg):
max. 10 kg
Gewicht:
395 gr.
Link zum Hersteller:
www.outdoorresearch.com

Bewertung

Verarbeitung:
5 von 5 Federn
Komfort:
5 von 5 Federn
Preis:
5 von 5 Federn
Bedienung:
5 von 5 Federn
Durchschnittsbewertung:
5 von 5 Federn

Ausgepackt – der erste Eindruck

Viel aus zu packen gab es ja nicht wirklich :-). Letztendlich soll der Sack ja fürs Verstauen unserer Ausrüstung nützlich sein.

Gerüstet für eine Tour

Gerüstet für eine Tour

Die Verarbeitung ist sehr gut und auch die wasserdichte Innenbeschichtung mit den getapten Nähten scheint ordentlich zu sein. Die 2 Netzaußentaschen sind genau richtig für zwei Trinkflaschen und sind über einen Griff nach hinten beim Tragen des Rucksacks gut zu erreichen. Der Rollverschluss beim ersten Testbeladen erfüllt seine Funktion. Der erste Regenschauer aus der Gießkanne bestätigt, dass der Sack wirklich dicht hält und kein Wasser ins Innere kommen kann. Netter Nebeneffekt: So erspart man sich ein zusätzliches Inlet um die Ausrüstung beim Regenschauer vor Wasser zu schützen.
Auf der Rückseite fällt uns ins Auge, dass hier die ursprünglichen Fixierungsschlaufen für Kletterausrüstung für uns nicht wirklich hilfreich sind, da wir hier nichts von unserer Ausrüstung fixieren können. Eine Lösung ist schnell gefunden: Wir ziehen im Zickzack einen Gummizug durch die Schlaufen und bringen an dessen Ende einen Kordelstopper an. So lassen sich schnell griffbereite Ausrüstungsgegenstände außen befestigen (z.B. Regenjacke oder Isomatte).
Ein paar Minuten später ist der bepackte Rucksack (ca. 5 kg als Beispiel für eine Wochenendtour mit Essen und Trinken) schon auf dem Rücken und wir sind ein paar Meter damit unterwegs. Genial! Die Riehmen zur Kompression lassen sich auch als entlastenden Hüftgurt verwenden. Im Rucksack haben wir am Rücken eine Isomatte (z.B. ThermaRest NeoAir) als Polsterung eingelegt und so drückt außen nichts in den Rücken. Am Schulterriehmen lässt sich die Länge schnell und einfach anpassen.

Auffi zur ersten Tour :-)!

Tested on Tour

Till & Hannes unterwegs mit dem OR Drycomp S.

Till & Hannes unterwegs mit dem OR Drycomp S.

Einige Touren haben wir jetzt mit dem Sack hinter uns und wir bleiben dabei. Eine lohnenswerte Anschaffung, vorallem für den Preis um 50€ ein Schnäppchen! Auf Tour erweist sich der Rucksack als guter Begleiter. Dank der Wasserdichtigkeit kann er beim biwakieren ohne schlechtes Gewissen der Kondenzbildung ausgesetzt werden, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen. Inbesondere vor dem alltäglichen Regenschauer auf Tour. Das Beste ist jedoch, dass der Rucksack sich wie ein Kompressionssack nutzen lässt. Beim Zurollen einfach die ganze Luft rausdrücken und der Unterdruck kompremiert die Ausrüstung um einiges. So hat man gerade in ausgesetzem Gelände ein kleines Pack auf dem Rücken, weil der Schwerpunkt optimal liegt.
Das einzigste Manko an dem Sack ist, dass der Rücken bei warmen Temperaturen klatschnaß geschwitzt ist, da der Rucksack meist plan am Rücken aufliegt und keine Ventilation möglich ist.

Für die Alpinisten unter euch: Der Sack hat auch eine 2 Fixierschlaufen für Eisgeräte.

Vorteile:

  • geniales Gewicht
  • fairer Preis
  • 2 Außentaschen
  • wasserdicht
  • durch Unterdruck gut komprimierbar

Nachteile:

  • schlechte Ventilation am Rücken

Fazit

Der Drycomp Summit Sack wird uns bestimmt noch auf einigen Touren begleiten. Die Begeisterung für unseren Geldbeutel fällt auch groß aus. Man findet selten einen Leichtwanderrucksack für den Preis. Die meisten Packs liegen weit über 100€ und sind in unseren Augen nicht wirklich funktioneller und besser auf Tour. In diesem Sinne: Danke für eure Aufmerksamkeit und wir hoffen, dass euch der Bericht gefallen hat.

MYOG Gummizug

MYOG Gummizug

Rückenteil

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